Familien auf dem Weg zu Ostern

Neun Familien mit 30 Kindern im Alter von ein bis 17 Jahren trafen sich zu den NET-Kar- und Ostertagen für Familien vom Gründonnerstag bis Ostersonntag in Oberursel (Taunus), um gemeinsam die Geheimnisse der heiligen drei Tage zu feiern.

Nach dem feierlichen Gründonnerstagsgottesdienst führten P. Daniel LC und P. Carlos Teuscher LC die Familien auf den Ölberg zur Ölbergstunde. Am Karfreitag machten sich die Eltern, Jugendlichen und 16 Kinder (fünf bis neun Jahre) spielerisch auf den Weg, den Jesus gegangen ist .

                                     
Die Kinder konnten dabei Steine entdecken, die zu einem Weg gelegt wurden . Hautnah beim drüber gehen – sei es mit oder ohne Schuhe – erlebten sie, wie klein, groß, hart, rund, spitz, unbequem oder auch drückend Steine sein können. Symbolisch für die Taten der Menschen, die Jesus bedrückten, trugen sie dann einen Rucksack mit vielen verschiedenen Steinen über diesen Weg. So bekamen sie auch eine Ahnung davon, wie schwer der Kreuzweg für Jesus damals gewesen sein muss.

                      
Die Kinder fertigten außerdem selbst kleine Kreuze an, an denen sie sechs ausgesuchte Kreuzwegstationen befestigen konnten. In einer „Kreuzweg-Prozession“ betrachteten die Kinder singend und betend die einzelnen Stationen. Fußspuren zeigten ihnen den Weg.

                      
Gemeinsam mit den Erwachsenen gedachten schließlich alle der Sterbestunde Jesu. Kleine Holzkisten bildeten den Rahmen für die von den Kindern gemalte Karfreitagsszene.

Dabei erhielt auch so manche Kinderhand und Haare versehentlich einen Farbanstrich. Zum Abschluss klebten die Kinder am Karsamstag ein Grab in die Holzkiste und zu Ostern den auferstandenen Jesus. Natürlich wurden die Osterkerzen selber gebastelt. Durch die Spiele und Aktionen der Kinder stellte sich unter allen Teilnehmern eine große Freude ein, die ansteckend war.

Die Familien und die Kinder genossen die gemeinsame Zeit des Austauschs, des gemütlichen Beisammenseins, der Impulse und geistlichen Gespräche, sowie die Liturgie dieser wichtigsten Zeit im Kirchenjahr. Die Atmosphäre unter den Familien ließ ein wenig erahnen, wie es wohl unter den ersten Christen gewesen sein muss. Alle erfuhren im Herzen die Osterfreude und nahmen diese mit nach Hause.

Eine Mutter schrieb kurz darauf: „Was meinen Kindern mitgegeben wurde, ist so unglaublich gut gewesen! Sie haben so viel vom Ostergeheimnis verstanden wie noch nie!“

 

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